7. Februar 2017

Kleiner Semmering

Ein kleines Teilstück des Bahnwanderweges führt zum Großen BruderndoferTunnel - dem "kleinen Semmering".
Wir parken unweit der Mitteleurpäischen Wasserscheide, an der Weggabelung zu unserem Wanderweg Nr. 9o. Flüsse nördlich fließen in die Nordsee, jedes Wasser südlich der Wasserscheide fließt ins Schwarze Meer.

Im Sommer ein Forstweg, im Winter ist der Weg tiefverschneit. Eine Traktorspur errleichtert das Stapfen im tiefen Schnee. Die ersten milden Temperatuen im heurigen Jänner lassen uns zügig vorankommen. Undendlich vielen Tierspuren kreuzen unseren Weg.
Am Wegesrand stehen unzählige dieser Holzstöße in perfekter Form. Da kann unsereins ja noch was lernen!

Das letzte Stück vorm Tunnel gehen wir auf den Gleisen. Wir möchten unbedingt das Naturschauspiel der "Eismänner" im Tunnel sehen - und wir werden nicht enttäuscht. Die heurigen eiskalten Temperaturen haben es möglich gemacht. Durch das Wassertröpfeln von den Tunnelwänden wachsen hier die Eiszapfen von unten nach oben - Stalagmiten. Wir durchwandern so den ganzen Tunnel und sind fasziniert von den vielen unterschiedlichen Eisformen. Sogar auf den Schienen selbst können diese Gebilde wachsen.
Vorbei an der Eisenbahnhaltestelle in Bruderndorf gelangen wir wieder auf den noch unbegangen Wanderweg. Auch hier kreuzen unzählige Tierspuren unseren Weg. Eine Futterkrippe liegt in unmittelbarer Nähe.
Wir verlassen den Wald und gelangen zu den ersten Häusern von Bruderndorf und nach kurzer Zeit auch wieder zu unserem Auto.

Weglänge: ca. 4,5km
Wanderdauer: 1,5 Std.
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30. Dezember 2016

Wolfsberg 853m

Ein sonniger (arbeitsfreier) Tag lockt mich hinaus. Oben Sonne unten Nebel, möchte ich genießen.
Unterweißenbach ist mein Ziel.
Ich parke dort beim Lagerhaus und folge nun dem Wanderweg Nr. 24 - Auf den Wolfsberg.
Gleich steil bergauf geht es durch den Ort hinaus. Am Friedhofhof vorbei, ein kleines Stück auf der Straße und dann biegt rechts ein schmaler Wanderpfad ein.
In der Ferne kann ich mein Ziel schon erblicken.

Durch den Wald sind noch die Reste des Rauhreifs zu erkennen. Wunderschön.
Ein kleiner Abzweiger führt mich zu einem "Pechölstein".

Bestimme Holzstücke, Kienstücke, wurden auf diesem Stein kunstvoll geschlichtet, mit Fichtenreisig bedeckt und dann angezündet. Knapp 3 Tage gloste das Feuer und es konnten ca. 15 l Pechöl gewonnen werden.
Das Öl wurde durch die Blattadern aufgefangen und es wurde früher in der Wundmedizin verwendet.
Nach gut einer Stunde gelange ich zum Gipfelkreuz des Wolfsberges und genieße die Aussicht. Sonne und Nebel - wie gewünscht.

Auf der anderen Seite ein Blick nach Unterweißenbach.
Nach knapp einer weiteren Stunde bin ich wieder am Parkplatz angelangt.
Ausgangsort: Unterweißenbach im Mühlviertel
Gehzeit: ca 2 Stunden
Weglänge: ca. 6 km
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17. Oktober 2016

Gudenushöhle - Vettersteig

Ein neues Buch ist bei mir eingezogen. Das Waldviertler-Heimatbuch.
Als ich so durchblättere und die ersten Seiten zu lesen beginne, stoße ich auf die Gudenus-Höhle. Vor langer Zeit im Sachkundeunterricht der Volksschule war da mal die Rede davon. Sehr interessante Details kommen zum Vorschein, Werkzeuge die vor über 30.000 Jahren verwendet wurden, sind hier gefunden worden. Die älteste Wohnstätte von Menschen in unserem Lande - unvorstellbar.
Geologisch interessant ist die Bunte Serie - der Hartensteiner Marmor mit Permatigängen durchschlagen. In der Höhle drinnen ist das besonders gut zu sehen. Über der Höhle thront mächtig die Burg Hartenstein. Sie ist in Privatbesitz und deshalb auch nicht zu besichtigen.
Wir wandern weiter im Tal der kleinen Krems und biegen dann zum Vettersteig ein. Zuvor besuchen wir noch diese mächtige Wand der "Bunten Serie".
Steil bergauf geht es, zum Teil mit Stahlseilen gesichert. Durch den Kamin, ebenfalls mit einem Seil zum Durchsteigen, sind wir dann oben angelangt - mit einem herrlichen Rundblick übers Kremstal.

Teilweise ist der Steig recht feucht und rutschig, Trittsicherheit ist hier sicher gefragt. ZurTeufelskirche kann man nur über Leitern gelangen, mein Begleiter klettert nach oben, ich schaue aus sicherer Entfernung zu. Dann geht es rauf zur höchsten Stelle der Teufelsrast 660m. Wir wenden uns dann auf der anderen Seite in Richtung Eichmeierhöhlen. Vorbei an dem Steinernen Saal gelangen wir wieder ins Tal der kleinen Krems.

Am geologischen Lehrpfad geht es wieder retour zu unserem Ausgangspunkt, dem Parkplatz bei der Maigenmühle.

Weglänge: ca. 6 km
Wegdauer: 2,5 Std.
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