17. Oktober 2016

Gudenushöhle - Vettersteig

Ein neues Buch ist bei mir eingezogen. Das Waldviertler-Heimatbuch.
Als ich so durchblättere und die ersten Seiten zu lesen beginne, stoße ich auf die Gudenus-Höhle. Vor langer Zeit im Sachkundeunterricht der Volksschule war da mal die Rede davon. Sehr interessante Details kommen zum Vorschein, Werkzeuge die vor über 30.000 Jahren verwendet wurden, sind hier gefunden worden. Die älteste Wohnstätte von Menschen in unserem Lande - unvorstellbar.
Geologisch interessant ist die Bunte Serie - der Hartensteiner Marmor mit Permatigängen durchschlagen. In der Höhle drinnen ist das besonders gut zu sehen. Über der Höhle thront mächtig die Burg Hartenstein. Sie ist in Privatbesitz und deshalb auch nicht zu besichtigen.
Wir wandern weiter im Tal der kleinen Krems und biegen dann zum Vettersteig ein. Zuvor besuchen wir noch diese mächtige Wand der "Bunten Serie".
Steil bergauf geht es, zum Teil mit Stahlseilen gesichert. Durch den Kamin, ebenfalls mit einem Seil zum Durchsteigen, sind wir dann oben angelangt - mit einem herrlichen Rundblick übers Kremstal.

Teilweise ist der Steig recht feucht und rutschig, Trittsicherheit ist hier sicher gefragt. ZurTeufelskirche kann man nur über Leitern gelangen, mein Begleiter klettert nach oben, ich schaue aus sicherer Entfernung zu. Dann geht es rauf zur höchsten Stelle der Teufelsrast 660m. Wir wenden uns dann auf der anderen Seite in Richtung Eichmeierhöhlen. Vorbei an dem Steinernen Saal gelangen wir wieder ins Tal der kleinen Krems.

Am geologischen Lehrpfad geht es wieder retour zu unserem Ausgangspunkt, dem Parkplatz bei der Maigenmühle.

Weglänge: ca. 6 km
Wegdauer: 2,5 Std.
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27. September 2016

Kuenringerweg 611

Der Kuenringerweg 611 führt von Gross Gerungs über Schloß Rosenau nach Zwettl und von Allentsteig über Groß Siegharts nach Raabs an der Thaya.
Seine Weglänge beträgt ca. 75km.
Meine erste Tagesetappe beginnt in Gross Gerungs und endet in Zwettl.

Erstmals gehe ich ein längeres Wegstück ganz allein, niemand hat heute Zeit. Aber das kann ich jetzt schon sagen, es war gut, so mit mir allein zu sein und einfach zu gehen - ich habe es sehr genossen!
Zeitig am Morgen, es ist noch dämmrig, breche ich vom Hauptplatz in Gross Gerungs auf.
Ein Stück die Hauptstraße entlang, biege ich beim neuen Gasthaus Hirsch in Richtung Friedhof ein.
Steil bergauf, beim Friedhof vorbei, gelange ich über den Schnabelberg in den Oberrosenauerwald.
Gleich bei diesem Haus mit seiner markanten Fassade biege ich rechts ein und folge dem Wiesenweg. Eine riesige Viehweide mit bissigem Zaun versperrt mir den Weg. Weiter über die Wiese gelange ich wieder zur Straße - zum 611er. Ein Reh kreuzt am frühen Morgen meinen Pfad. Nun folgt eine größere Straßenetappe mit regem morgendlichem Verkehr. Ein Autofahrer bleibt stehen und lädt mich zum Mitfahren ein - nein, ich möcht lieber gehen - aber Danke! An diesem Runenstein bleibt mein Blick hängen und ich übersehe mein Wegtaferl.

Spätestens als ich an den drei Kreuzen vorbeikomme, weiß ich, dass ich wieder mal unachtsam war und den eigentlichen Weg verpasst habe - ich gehe meinen Weg. Ich biege am nächsten Forstweg ein und gehe laut Karte durch den "alten Wald" und gelange kurz vor Schloß Rosenau wieder auf den rechten Weg.
Jedoch erlebe ich im Hochwald einen wundervollen Sonnenaufgang.
Durch einen längere Baumallee erreiche ich Schloß Rosenau nach ca 2 1/2 Stunden Gehzeit und ca. 11,5 km Weglänge.
Das alte Kino in Rosenau wurde revitalisiert und bei einem herrlichen Sonntagsbrunch kann mir hier ausgewählte Filme anschauen. Nach einer kurzen Rastpause am Bankerl, (Bieröffner und Aschenbecher wären ja vorhanden gewesen, kamen aber dann doch nicht zum Einsatz.) vis a vis von freilaufenden Schweinderln, geht es weiter. Auf dieser doch etwas renovierungsbedürftigen Brücke überlege ich kurz, aber ich bin auf der anderen Seite heil und unbeschadet angekommen.


Auf einem schmalen Steig wandere ich bergauf und quere die Ortschaft Gutenbrunn. Danach geht es über den Meinhartsbach zum Fluß Zwettl der mich bis zur Stadt Zwettl begleiten wird. 
Der wohl schönste Abschnitt des heutigen Tages. 
Bei Schickenhof quere ich die Straße und gelange von dort nach Syrafeld. Die Wanderumleitung wegen des Brückenbaues für die Umfahrung von Zwettl ist noch ausgeschildert. Ich erkundige mich bei 2 Einheimischen und die raten mir jedoch durchzugehen, weil die Baustelle schon fast beendet und begehbar ist. Außer einem Bagger auf der entfernten Böschung war hier nix mehr los.

Ein Waldpfad entlang der Zwettl bis zur neugebauten Brücke. Man wandert unter diesem gigantischen Bau durch und weiter gehts am Zwettlfluß.
Bald schon komme ich zum Sportplatz und wandere entlang der Stadtmauer zum Hauptplatz von Zwettl. Im Bild die Dreifaltigkeitssäule. 
Mein wohlverdientes Mittagessen kann ich in der Stadt geniessen.
Gehzeit: 4,5 Stunden
Weglänge: ca. 21km
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1. August 2016

Toberspitz - Predigtstuhl

Wir stehen in Nöchling bei der Wandertafel und schauen uns die Toberspitzrunde an. Ein Einheimischer gesellt sich hinzu und verrät uns seine Lieblingsrunde, falls wir mehr als 3 Stunden Zeit hätten. Toberspitz - Hochmauer - Predigtstuhl. Kurzerhand krempeln wir unseren Plan um, versuchen uns die markanten Punkte zu merken und marschieren los.
Ausgangspunkt ist der Parkplatz beim Kindergarten. Wir verlassen Nöchling und gehen nach links den markierten Toberspitzweg Nr. 4.
Beim Tober (Bauernhof) vorbei, einige geladene Weidezäune müssen gekreuzt werden, marschieren wir bei heißem Wetter, unser Ziel den Toberspitz vor Augen, doch recht steil bergauf.
Nach ca. 1 Stunde gelangen wir zum Gipfelkreuz des Toberspitz auf 734m.
Ein kleines Guckfenster gibt es in Richtung Peilstein, ansonsten ist es leider sehr dicht bewaldet und es ist keine Aussicht möglich.
Wieder vom Gipfel runter, folgen wir nun nicht der Markierung, sondern biegen auf Empfehlung nach rechts, zur Hochmauer 739m. Hier wurde vor kurzem ausgeholzt und ein feiner Fernblick ist uns gegönnt. Wir gehen auch noch weiter bis zum kleinen Wackelstein, den wir allerdings nicht bewegen können. Dann geht es am selben Weg wieder retour und wir folgen wieder unserem 4er Weg.
Nach kurzer Wegstrecke entdecken wir den Einsiedlerstein. Eine Eisenleiter führt steil auf den Stein hinauf, wo etliche kleine Opferschalen zu sehen sind.
Kurze Zeit später verlassen wir nun den 4er Weg und wechseln nach einer Rastpause beim vorangekündigten Marterl auf den 3er, zum Predigtstuhlweg.
Wir marschieren durch den hohen Wald und gelangen zum Ort Gloxwald. Auf der Asphaltstraße sind es noch ca. 1,5km bis zum Predigtstuhl auf 520m Höhe.
Wir genießen den (schattigen) wunderbaren Ausblick zur Donau und nach St. Nikola.
Nun geht es denselben Asphaltweg retour nach Gloxwald und wir wollen nun entlang der ehemaligen Gloxwald-Steinbrüche wieder zurück nach Nöchling.
Der erste Steinbruch-See birgt gleich eine Überraschung, wird er doch als Badesee genutzt. Nur schade dass die Badehosen im Auto geblieben sind.
Der zweite Steinbruch-See überrascht mit Seerosen. Dieser dürfte offensichtlich im Winter zum Eisstockschießen benutzt werden.
An den Seen vorbei, wechseln wir nun wieder ein kurzes Stück zur Straße. Beim Zurückschauen können wir noch einmal den Predigtstuhl erkennen.
Laut Wanderkarte gibt es einen nicht beschilderten Weg retour nach Nöchling, den wir ohne Problem finden konnten und der uns in kurzer Zeit wieder bei unserem Auto ankommen lässt. Im Gasthof Zur Linde bekommen wir auch am späteren Nachmittag noch etwas Warmes zu Essen. Die Küche sperrt unsretwegen noch einmal kurz auf. Vielen Dank dafür.

Gehzeit: ca 4 Stunden
Weglänge: 14km
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