30. Dezember 2016

Wolfsberg 853m

Ein sonniger (arbeitsfreier) Tag lockt mich hinaus. Oben Sonne unten Nebel, möchte ich genießen.
Unterweißenbach ist mein Ziel.
Ich parke dort beim Lagerhaus und folge nun dem Wanderweg Nr. 24 - Auf den Wolfsberg.
Gleich steil bergauf geht es durch den Ort hinaus. Am Friedhofhof vorbei, ein kleines Stück auf der Straße und dann biegt rechts ein schmaler Wanderpfad ein.
In der Ferne kann ich mein Ziel schon erblicken.

Durch den Wald sind noch die Reste des Rauhreifs zu erkennen. Wunderschön.
Ein kleiner Abzweiger führt mich zu einem "Pechölstein".

Bestimme Holzstücke, Kienstücke, wurden auf diesem Stein kunstvoll geschlichtet, mit Fichtenreisig bedeckt und dann angezündet. Knapp 3 Tage gloste das Feuer und es konnten ca. 15 l Pechöl gewonnen werden.
Das Öl wurde durch die Blattadern aufgefangen und es wurde früher in der Wundmedizin verwendet.
Nach gut einer Stunde gelange ich zum Gipfelkreuz des Wolfsberges und genieße die Aussicht. Sonne und Nebel - wie gewünscht.

Auf der anderen Seite ein Blick nach Unterweißenbach.
Nach knapp einer weiteren Stunde bin ich wieder am Parkplatz angelangt.
Ausgangsort: Unterweißenbach im Mühlviertel
Gehzeit: ca 2 Stunden
Weglänge: ca. 6 km
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17. Oktober 2016

Gudenushöhle - Vettersteig

Ein neues Buch ist bei mir eingezogen. Das Waldviertler-Heimatbuch.
Als ich so durchblättere und die ersten Seiten zu lesen beginne, stoße ich auf die Gudenus-Höhle. Vor langer Zeit im Sachkundeunterricht der Volksschule war da mal die Rede davon. Sehr interessante Details kommen zum Vorschein, Werkzeuge die vor über 30.000 Jahren verwendet wurden, sind hier gefunden worden. Die älteste Wohnstätte von Menschen in unserem Lande - unvorstellbar.
Geologisch interessant ist die Bunte Serie - der Hartensteiner Marmor mit Permatigängen durchschlagen. In der Höhle drinnen ist das besonders gut zu sehen. Über der Höhle thront mächtig die Burg Hartenstein. Sie ist in Privatbesitz und deshalb auch nicht zu besichtigen.
Wir wandern weiter im Tal der kleinen Krems und biegen dann zum Vettersteig ein. Zuvor besuchen wir noch diese mächtige Wand der "Bunten Serie".
Steil bergauf geht es, zum Teil mit Stahlseilen gesichert. Durch den Kamin, ebenfalls mit einem Seil zum Durchsteigen, sind wir dann oben angelangt - mit einem herrlichen Rundblick übers Kremstal.

Teilweise ist der Steig recht feucht und rutschig, Trittsicherheit ist hier sicher gefragt. ZurTeufelskirche kann man nur über Leitern gelangen, mein Begleiter klettert nach oben, ich schaue aus sicherer Entfernung zu. Dann geht es rauf zur höchsten Stelle der Teufelsrast 660m. Wir wenden uns dann auf der anderen Seite in Richtung Eichmeierhöhlen. Vorbei an dem Steinernen Saal gelangen wir wieder ins Tal der kleinen Krems.

Am geologischen Lehrpfad geht es wieder retour zu unserem Ausgangspunkt, dem Parkplatz bei der Maigenmühle.

Weglänge: ca. 6 km
Wegdauer: 2,5 Std.
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27. September 2016

Kuenringerweg 611

Der Kuenringerweg 611 führt von Gross Gerungs über Schloß Rosenau nach Zwettl und von Allentsteig über Groß Siegharts nach Raabs an der Thaya.
Seine Weglänge beträgt ca. 75km.
Meine erste Tagesetappe beginnt in Gross Gerungs und endet in Zwettl.

Erstmals gehe ich ein längeres Wegstück ganz allein, niemand hat heute Zeit. Aber das kann ich jetzt schon sagen, es war gut, so mit mir allein zu sein und einfach zu gehen - ich habe es sehr genossen!
Zeitig am Morgen, es ist noch dämmrig, breche ich vom Hauptplatz in Gross Gerungs auf.
Ein Stück die Hauptstraße entlang, biege ich beim neuen Gasthaus Hirsch in Richtung Friedhof ein.
Steil bergauf, beim Friedhof vorbei, gelange ich über den Schnabelberg in den Oberrosenauerwald.
Gleich bei diesem Haus mit seiner markanten Fassade biege ich rechts ein und folge dem Wiesenweg. Eine riesige Viehweide mit bissigem Zaun versperrt mir den Weg. Weiter über die Wiese gelange ich wieder zur Straße - zum 611er. Ein Reh kreuzt am frühen Morgen meinen Pfad. Nun folgt eine größere Straßenetappe mit regem morgendlichem Verkehr. Ein Autofahrer bleibt stehen und lädt mich zum Mitfahren ein - nein, ich möcht lieber gehen - aber Danke! An diesem Runenstein bleibt mein Blick hängen und ich übersehe mein Wegtaferl.

Spätestens als ich an den drei Kreuzen vorbeikomme, weiß ich, dass ich wieder mal unachtsam war und den eigentlichen Weg verpasst habe - ich gehe meinen Weg. Ich biege am nächsten Forstweg ein und gehe laut Karte durch den "alten Wald" und gelange kurz vor Schloß Rosenau wieder auf den rechten Weg.
Jedoch erlebe ich im Hochwald einen wundervollen Sonnenaufgang.
Durch einen längere Baumallee erreiche ich Schloß Rosenau nach ca 2 1/2 Stunden Gehzeit und ca. 11,5 km Weglänge.
Das alte Kino in Rosenau wurde revitalisiert und bei einem herrlichen Sonntagsbrunch kann mir hier ausgewählte Filme anschauen. Nach einer kurzen Rastpause am Bankerl, (Bieröffner und Aschenbecher wären ja vorhanden gewesen, kamen aber dann doch nicht zum Einsatz.) vis a vis von freilaufenden Schweinderln, geht es weiter. Auf dieser doch etwas renovierungsbedürftigen Brücke überlege ich kurz, aber ich bin auf der anderen Seite heil und unbeschadet angekommen.


Auf einem schmalen Steig wandere ich bergauf und quere die Ortschaft Gutenbrunn. Danach geht es über den Meinhartsbach zum Fluß Zwettl der mich bis zur Stadt Zwettl begleiten wird. 
Der wohl schönste Abschnitt des heutigen Tages. 
Bei Schickenhof quere ich die Straße und gelange von dort nach Syrafeld. Die Wanderumleitung wegen des Brückenbaues für die Umfahrung von Zwettl ist noch ausgeschildert. Ich erkundige mich bei 2 Einheimischen und die raten mir jedoch durchzugehen, weil die Baustelle schon fast beendet und begehbar ist. Außer einem Bagger auf der entfernten Böschung war hier nix mehr los.

Ein Waldpfad entlang der Zwettl bis zur neugebauten Brücke. Man wandert unter diesem gigantischen Bau durch und weiter gehts am Zwettlfluß.
Bald schon komme ich zum Sportplatz und wandere entlang der Stadtmauer zum Hauptplatz von Zwettl. Im Bild die Dreifaltigkeitssäule. 
Mein wohlverdientes Mittagessen kann ich in der Stadt geniessen.
Gehzeit: 4,5 Stunden
Weglänge: ca. 21km
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